Donnerstag, 5. September 2013

schöner Tag - mit Anlaufschwierigkeiten (4.9.2013)

Mittwoch Morgen: Das erste kanadische Frühstück. Reichhaltig, aber auch ein wenig ungewohnt; es gibt nur Toast und Bagels als "Brot". Dafür aber alle möglichen Sorten Müsli und ähnliches. Wir unterhalten uns; unsere Englischkenntnisse sind aber "eingerostet", Reinholds deutlich mehr als Birgits, deren Vokabular offenbar viel schneller wieder "aus der Versenkung" emporkommt. Dann dürfen wir doch wieder etwas deutsch sprechen: Vater und Sohn fliegen etliche Stationen ihres Lebens in Kanada und USA ab. Die Ehefrau des Vaters ist Deutsche, der Vater ist Amerikaner und hat in Bonn (!) Philosophie studiert. Der Sohn hat mit dem 5. Lebensjahr die deutsche Sprache abgelehnt und sich erst als 18jähriger wieder dafür interessiert. Nun studiert er alternative Technologien in Aschaffenburg. - Verrückte Welt! - Die beiden haben das Gespräch sichtlich genossen.


Um 10 Uhr sollen wir bei Guido und Katja "auf der Matte stehen". Doch das Tor zur Hotelgarage ist von einem Lieferwagen zu geparkt, Fahrer/in nicht zu finden. Schade, dass ich keinen Panzer gemietet habe :-) Vom Hotel aus wird die Polizei benachrichtigt, aber bevor diese eintrifft (wenn überhaupt...), sind Katja und Guido aber schon da und wir machen uns auf die erste Entdeckungsreise, intensiv betreut von Sohn Benjamin (2).



Die Familie wohnt in Baie-d'Urfé, einem eigenständigen Ort nahe Montreal (kein Vorort, wie ich im letzten Post schrieb), der mit seiner grosszügigen Bebauung eher den Eindruck eines gepflegten Vorortes macht. Alles ist grün, die Strassen sind breit, die Grundstücke gross. Katja und Guido besitzen dort ein schönes Haus mit einem ebenso schönen Garten. Im Sommer herrscht hier eher Mittelmeerklima, also haben viele Häuser auch einen Pool. Die Winter sind allerdings ziemlich kalt, -25°C und tiefer.


 













In Baie-d'Urfé steht das wahre,,,,,...
........ "Weiße Haus"!













Wo man geht und steht, ist man schnell am Wasser; gut zu sehen bei Google-Maps (unten links: Baie-d'Urfé). Und so führen uns unsere ersten Spaziergänge auch ans Ufer. Tochter Jessica (10) kommt aus der Schule; wir können draussen sitzen, den grossen Garten geniessen und es uns gut gehen lassen. Der Tag klingt mit einem gemütlichen Grillen aus; das bisher eher unfreundliche Wetter wird sonniger. Leider ist dann doch die Zeit zu knapp, um in den Pool zu springen; es gibt einfach viel zu viel zu erzählen..

Da unser Auto ja ungenutzt in der Hotelgarage steht und Katja und Guido zu einem Elternabend müssen, fahren wir mit dem Taxi nach Montreal zurück.

Hübsch! Aber wehe, du parkst davor!

Abgesehen von der unnötigen Garagen-Panne war es ein schöner "runder" Tag. Die Tipps für Montreal, die wir von Katja und Guido bekommen haben, werden wir am Donnerstag ausprobieren...