Montag, 30. September 2013

Waterton Park (28.9.2013)

noch Freitag, 27.9.2013

Weiterfahrt nach Pincher Creek und einchecken im Star-Dust-Motel (leider nur Street-View). Einfach, aber sauber. Hat eine kleine Kücheneinrichtung im Zimmer. Also kaufen wir erst mal Lebensmittel ein, um uns selbst zu versorgen. In Kanada sind die Lebensmittel sehr teuer und somit die Restaurants erst recht!



Samstag, 28.9.2013

Gemütlich gefrühstückt und dann los zum "Waterton-Park" (Wikipedia) (Route). Wetter ist leider unbeständig, verschlechtert sich zunehmend. Am Park-Gate zahlen wir 13$ Tageseintritt. Das Wetter ist weiterhin regnerisch und unangenehm stürmisch. Aber eine schöne Landschaft - ziemlich abrupter Übergang von der Prärie in die Bergwelt; das gibt es nur hier.






Waterton-Town (Google-Maps) ist das typische Touristendorf, allerdings ist nach der Saison weniger los; vieles ist geschlossen. Der Wind ist nun wirklich unangenehm eisig. Wir machen eine kurze Rast in einem Bistro, erkundigen uns, fahren ein Stück zurück und biegen dann in den "Red-Rock-Parkway" ein (der "Akamina-Parkway" ist geschlossen).


Schmale Strasse durch wunderschöne Landschaft. An zwei verschiedenen Stellen sehen und fotografieren wir Bären, einmal einen einzelnen, dann eine 3er-Gruppe. Spannend; nur rund 30 m trennen uns!

  


Am Ende der Strasse befindet sich der "Red-Rock-Canyon", ein kleiner Canyon mit intensiv rotem Gestein. Das Wetter bessert sich zunehmend; das finden wir schön, und so genehmigen wir uns eine halbstündige Wanderung am Canyon.



   
 
Wir fahren diese Strasse zurück und biegen kurz hinter dem Park-Gate links ab zum "Bison-Paddock", einem unglaublich riesigen Gelände, in dem Bisons frei leben. Wir bekommen bei der zweiten Runde auch eine kleine Herde zu sehen, die sich um die Autos (die wir nicht verlassen dürfen) überhaupt nicht kümmern. Wir können sie aber fotografieren und filmen; leider schlechtes Wetter mit stürmischen Nieselregen. Es sind beeindruckend gewaltige Tiere, die wir bisher nur im Film oder ausgestopft gesehen haben.

   

  
Rückfahrt zum Motel in Pincher Creek. Wir haben viel gesehen, aber auch unter dem nassen und stürmischen Wetter gelitten...

Wir nehmen uns vor, um ca. 00:30 (8:30 deutscher Zeit) meiner Mutter zum 90ten Geburtstag zu gratulieren - und der Telefonkontakt klappt!

Sonntag, 29. September 2013

Head-Smashed-In Buffalo Jump (27.9.2013)


Freitag, 27.9.2013

Nach dem Checkout Abfahrt aus Lethbridge. Zuerst fahren wir auf dem Highway 3 nach Westen, biegen hinter Fort Macleod auf den Highway 2 nach Norden und kurz darauf auf den Highway 785 Richtung Head-Smashed-In Buffalo Jump (Route) (StreetView) 
 



Vor rund 6000 Jahren entwickelten die Indianer eine raffinierte Jagdtechnik. In Zusammenarbeit mit mehreren Stämmen versetzten sie nach gründlicher Planung Bisonherden in Panik und trieben sie auf Abgründe zu, wo die Tiere zu Tode stürzten (Wikipedia).

Archäologen entdeckten an solchen Stellen meterdicke, mit Knochen gefüllte Erdschichten. Meist starben hier wohl mehr Tiere, als die Menschen verarbeiten konnten (!).




Head-Smashed-In Buffalo Jump ist UNESCO-Weltkulturerbe. Der Name rührt daher, dass ein vorwitziger junger Indianer sich die Angelegenheit hautnah anschauen wollte. Er stand weiter unten an der Felswand, geschützt durch einen Felsüberhang. Es stürzten aber so viele Tiere hinunter, dass er trotz seiner Vorsichtsmassnahme von den Körpern an den Felsen gepresst und getötet wurde.

Im Interpretive Centre schauen wir uns zuerst einen informativen und beeindruckenden Film an, der Szenen aus dem Leben der Indianer in Zusammenhang mit dieser speziellen Jagd nachstellt. In der Ausstellung werden dann viele Details aus dem Leben der Plains Indians vorgestellt.

Draussen können wir dann den Steilhang besichtigen. Orkanartiger Wind macht diese Besichtigung nicht unbedingt zur Freude. Dennoch ist der Blick vom Felsenriff in die Weite der Prärie beeindruckend.





Hier der verzweifelte Versuch eines sturmgepeitschten Video-Schwenks:


Nach diesem spannenden (und stürmischen) Besuch trägt uns der Chevy zuverlässig weiter bis nach Pincher Creek, wo das Star-Dust-Motel auf uns wartet (Route). 


Lethbridge (25.9.und 26.9.2013)


Mittwoch, 25.9.2013

Nach  dem Frühstück bei Smittys Abfahrt aus Swift Current. Es regnet, teilweise heftig. Zuerst auf dem Highway 1 weiter Richtung Westen.

Wir biegen ab nach Maple Creek (Route). Die Strasse zum Fort Walsh ist wegen Brückenbauarbeiten gesperrt! Haben wir ein Glück... :-(




Wir fahren aber dennoch ein Stück (rund 20 km) auf dieser Strasse und besuchen eine Winzerei (!!), die mitten in der endlosen Einöde liegt. Es ist ein kleiner Betrieb, der nur wenige Weinstöcke hat. Es gibt aber auch Früchte und es werden welche dazu gekauft, um diverse interessante Fruchtweine zu machen. 






Sehr liebevoll gestalteter Garten und anheimelndes Innere; wir machen eine kleine Weinprobe und nehmen einen Imbiss zu uns. Dann geht es zurück zum Trans Canadian Highway (Route).

 
 
 



Als wir durch Medicine Hat fahren, schüttet es wie aus Kübeln. Dabei ist dieser Ort die trockenste Stadt Kanadas!

(Wir erinnern uns an Tololo, eine bekannte Sternwarte in der chilenischen Atacama-Wüste. 360 wolkenfreie Tage im Jahr; nur mit Beziehungen bekamen wir einen Termin  und an welchem der Tage besuchen die Gilleßen's die Sternwarte: richtig!)

Kurz hinter Medicine Hat biegen wir vom TCH ab auf den Highway 3. Dies soll eine landschaftlich sehr reizvolle Strecke sein. Pustekuchen! Sieht genauso aus wie sonst. Die Leute haben wohl die Sehenswürdigkeiten weg geräumt, damit sie nicht nass werden...



Also Weiterfahrt nach Lethbridge (Wikipedia) ins Howard Johnson Motel. Wenigstens hat der Regen aufgehört!






Donnerstag, 26.9.2013

In Lethbridge (Homepage) haben wir zuerst die Touristik-Info aufgesucht; sehr gute Beratung vom "Chef" persönlich.


Japanischen Garten besucht; er liegt direkt gegenüber dem Motel. Wunderschön angelegt und gepflegt.





Am Nachmittag fahren wir zum Fort "Whoop-Up" am Flussufer des Oldman-Rivers; leider schon zu! Dafür haben wir die längste und höchste in Eisen gefertigte Eisenbahnbrücke der Welt fotografiert und sind auf einen Aussichtspunkt geklettert, um das Fort von oben zu fotografieren.
  

     

Dann folgt der Besuch des Museums Galt, liebevoll gemachte Ausstellung zur Geschichte der Stadt.



 






Wir planen nun unsere weitere Route: von Lethbridge aus zum Buffalo Jump, dann zum Motel in Pincher Creek, von dort aus Tagesausflug zum Waterton Park im Süden, evtl. auch den Felsensturz beim Crownsnest Pass. Von Pincher Creek aus wollen wir dann auf dem "Cowboy-Trail" Richtung Norden zur "Bar U Ranch" fahren, so langsam Richtung Calgary, unserem Abflughafen...

Gut geplant - nun ab ins Bett!

Samstag, 28. September 2013

nach Swift Current (23.9. und 24.9.2013)

Montag, 23.9.2013

Uns ist doch eigenartig zu Mute. Nun waren wir 17 Tage bei Wolfgang und seiner Familie. Einerseits sind wir traurig; es hat immerhin 3 Jahre gedauert, bis wir alle wiedergesehen haben und wir wissen heute noch nicht, wann wir zu einem neuen Besuch nach Kanada aufbrechen können.

Andererseits wollen wir natürlich auch die Chance nutzen, ein bisschen mehr von Kanada zu sehen - so nach dem Motto: "Wenn wir nun schon einmal da sind"...

Bis zu unserem Abflug am 4.10.2013 sind es nur noch wenige Tage; wir sind länger in Assiniboia geblieben, als wir ursprünglich geplant haben

Also los! Bis Swift Current sind es knapp 200 km (Google-Maps). Ihr erinnert euch; hier haben wir auf der Hinreise Halt gemacht.

Von Assiniboia aus haben wir unser Motel gebucht (ein anderes als auf der Hinfahrt). In Swift Current kommen wir gegen 13:00 an und essen erst einmal einen Happen. Im Lokal gibt's freies WLAN, also werden auch mal die Emails gelesen.

Wir checken ein. Das Zimmer ist sauber, modern und bequem. Also erst einmal Siesta halten - und: früh ins Bett! Leider haben wir keine Fotos vom Motel, deshalb müssen hier 2 Fotos von deren WebSite herhalten. Wie üblich erscheint das Zimmer durch die Weitwinkelaufnahme wesentlich grösser, als es wirklich ist...





Dienstag, 24.9.2013

Wir haben lange geschlafen. Nach dem Frühstück bei Smitty's fahren wir zunächst einmal zur Touristik-Information; anschliessend wälzen wir Führer und Prospekte.

Später steht ein Skype-Gespräch mit Eva an. Die Internetverbindung im Motel ist schlecht (ich denke, auch die Hardware des Netbooks ist zu unempfindlich), also erledigen wir das im Auto vor Smitty's.

Dann starten wir zur Besichtigung des Mennoniten Dorfes ("Museumsdorf") in Swift Current. Natürlich ist es geschlossen, keine Saison mehr! Aber wir fallen einer alten Dame auf, die dort als Gärtnerin arbeitet. Sie zeigt uns - ausser der Reihe - die Räumlichkeiten. Wir freuen uns über dieses Angebot und haben viel Spass, auch wegen der Sprachprobleme (!). Die Räume sind liebevoll mit den alten Möbeln und Gegenständen ausgestattet; eine Mennoniten-Familie hat dies alles zur Verfügung gestellt. Der alten Dame scheint es ebenfalls sehr gefallen zu haben; sie umarmt uns herzlich zum Abschied. - Wir erinnern uns an unsere Zeit in Lateinamerika, wo wir Kontakt mit den Mennoniten in Paraguay hatten.
 
Das Wohnhaus
Stall und Werkstatt



Die Scheune
Die Kirche
 
Wie bei Oma!


Der Küchenschrank mit dem alten Geschirr

Der Wohnraum der Familie

Ein deutscher Sinnspruch auf der Decke

Werkstatt und Stall

Die alte Kutsche der Mennonitenfamilie

Die Kirche diente auch als Versammlungsraum

In der Nähe ist das (ebenfalls geschlossene) "Doc's Town"; aber für ein paar Fotos reicht es:



  
Diese beiden "Museumsdörfer" liegen in der Nähe des Flusses Swift Current, der dem Städtchen den Namen gegeben hat. Längs der Ufer erstreckt sich eine grossräumige Parklandschaft, die vielfältig genutzt wird. Bei unserem ersten Besuch haben wir davon gar nichts gesehen. Auch das Motto von Swift Current springt uns erst jetzt ins Auge: "Swift Current: Where life makes sense!" - Naja...



Zurück ins Motel und Planung der Weiterreise. Wir entschliessen uns, morgen erst zu den Cypress Hills, dann zum Fort Walsh zu fahren und anschliessend nach Lethbridge. Wir buchen 2 Übernachtungen, was übers Internet schnell und ohne Sprachprobleme erledigt ist.  :-(

Also dann: gute Nacht!

Freitag, 27. September 2013

Saskatchewan

Auch wenn sich die üblichen Führer nicht allzu sehr mit Saskatchewan abgeben und lieber schnell zu attraktiveren Gegenden Kanadas übergehen: Ihren Reiz hat diese herbe Prärie-Landschaft schon.

Die weiten Ebenen mit dem grossartigen Himmel, die - ausserhalb der Ortschaften - endlose Stille, die Milliarden von Zikaden auf den Wiesen, die vielen kleinen und grösseren Seen und auch der intensive durchdringende Geruch der Wildkräuter: das hat schon was...

Die Zivilisation spielt weniger eine Rolle und oft zeigt sich auch der Verfall.

Die Stille und die Gerüche lassen sich leider nicht per Internet transportieren, aber ein paar Bilder können vielleicht vermitteln, was wir meinen:
















Wir sind ja nur im südlichen Teil der Provinz gewesen, der Prärie. Wären wir zu einer anderen Jahreszeit gekommen, dann hätten wir uns vielleicht Richtung Norden in die borealen Wälder getraut, an die sich dann die endlose Tundra anschliesst. - Nun ja, dann eben im nächsten Leben... :-)