Montag, 28. September 2015

Lukas und Florian im Schwimmbad (19.09.2015)

Samstag, 19. September 2015

Am Vormittag werden Florian und Lukas von den Eltern nach Assiniboia zu Margret gebracht. Wir haben lange überlegt, was wir mit den beiden Jungen machen sollen. Mit den beiden Mädchen sind wir ja nach Saskatoon gefahren und nun steht noch eine Aktion allein mit den Jungs an.

Während Lukas eigentlich keine Vorstellung hatte, konnte Florian sich überhaupt nicht so recht entscheiden. Er ist aber dann - in letzter Minute - mit dem Vorschlag einverstanden, ins "Kinsmen-Sportsplex" zu fahren. Florian ist nämlich eine "Wasserratte".

Wir fahren mit dem großen Van der Eltern nach Moose Jaw, denn dieses Auto hat für die Passagiere einen DVD-Player zu bieten, einen nicht zu unterschätzenden Vorteil bei diesen langen Strecken ("Wann sind wir endlich daaaaaaaaa?").

Bis Moose Jaw sind die "bekannten" 100 Kilometer zu fahren; mit dem richtigen Video im Player sind die beiden auch zufriedene Beifahrer.

Nur ist man nach 100 km Fahrt erst mal wieder hungrig! Wie soll man die anstrengende Toberei im Schwimmbad überstehen?

Also rein ins "Bonanza": da gibt es ein Buffet, an dem man sich nach Lust und Laune bedienen kann. Und Lukas hat das (passende?) T-Shirt an, auf dem sich ein Großteil des Ketchups wieder findet, sofern der sich nicht irgendwo kunstvoll in seinem Gesicht niedergelassen hat. 


Nach der Stärkung: ab ins Bad! Die zwei Jungen nutzen die Stunden aus, um lustvoll im Wasser zu tollen, die lange Wasserrutsche hinunter zu sausen und mit uns herum zu toben.



Aber irgendwann ist die Luft raus und die Energie verbraucht. Erschöpft, aber blitzsauber (vor allem Lukas!) begeben wir uns zu "Tim Hortons", um neue Kraft für den Rückweg zu tanken.

Florian hilft ganz liebevoll seinem Bruder bei der Perfektionierung seines Sandwichs.
Vor Lukas das "Färbemittel" für Hemd, Hose und Gesicht, das gleich zum Einsatz kommen wird.

Hier schafft Lukas es, innerhalb von 2 Minuten sein frisches blitzsauberes weißes Hemd und seine ebenso frische blitzsaubere weiße Hose in braun gesprenkelte neuartige Modeartikel zu verwandeln - vom Gesicht mal ganz zu schweigen.

Aber egal, die beiden sind happy und haben einen schönen Tag mit Omi und Opi hinter sich, an dem sie ganz alleine deren volle Aufmerksamkeit hatten.


Sonntag, 27. September 2015

Saskias Geburtstag (18.09.2015)

Freitag, 18. September 2015


Heute ist Saskias Geburtstag.

Sie wird 14 Jahre alt.

Leider muss sie dennoch zur Schule; Fiona hatte es da besser...

Am Nachmittag gibt es erst einmal auf der Ranch einen Kuchen. Saskia hat sich Bienenstich gewünscht und Oma (Margret) hat ihn für ihre Enkelin gebacken. Zuvor werden noch Geschenke begutachtet.

Wer darf schon von goldenen Tellern essen (auch wenn sie nur aus Pappe sind)?
Vor dem Servieren des Kuchens muss er erst einmal genussvoll probiert werden...

 

Zum Abendessen fahren wir nach Assiniboia zu "Nash's Restaurant & Lounge".











Jetzt sind auch die Zwillinge (nebst Mama) dabei, die zu Saskias besten Freundinnen gehören.



Es ist ein fröhlicher und entspannter Abend. Lukas sorgt mal wieder für eine Überraschung. Er schläft langsam ein und rutscht an Opis Schulter; isst seine Fritten aber noch ein paar Augenblicke weiter, obschon er eigentlich schon schläft... Das hätte man filmen müssen!

Herzlichen Glückwunsch, liebe Saskia!




Margret und das Museum

Jeden Dienstag ist Margret mit viel Freude ehrenamtlich in diesem Museum tätig:


Gebäude nebst Grundstück wurden von der Gemeinde Assiniboia zur Verfügung gestellt. Alles andere müssen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer "stemmen", darunter auch Betty und Ken, Nachbarn von Margret.

Von links: Margret, Birgit und Betty.

Immerhin hat der Ort schon ein Museum; dabei ist Assiniboia erst mal 103 Jahre alt - für uns Europäer ist das kein Zeitraum... Margret muss manchmal die Begeisterung ihrer Mitstreiter über "antike" Fundstücke ein wenig dämpfen: Ein Auto von 1970 antik? Ja was ist dann mit der Gründung von Bonn, Köln oder Trier?

Es ist aber dennoch ein interessantes Museum, in dem man viele Dinge aus der Anfangszeit Assiniboias betrachten und erfahren kann.

Liebevoll gepflegte "antike" Fahrzeuge.
Eine seltene Kuriosität: ein Amphibienauto...
...in Deutschland gefertigt (3700 Exemplare)...
...und in Saskatchewan gefahren!

Draußen finden sich viele landwirtschaftliche Maschinen, darunter Reinholds Favorit: ein selbstgebauter Mäher mit Automotor und "Führerstand" (alle Keilriemen, Ketten, Zahnräder etc. frei zugänglich):






Samstag, 26. September 2015

...es geht noch weiter...

Nun sind wir am Freitag, 25. September 2015 wieder wohlbehalten in Bonn angekommen.

Aber das Blog ist noch nicht fertig, werdet Ihr nun sagen. Richtig! Die Situation der Familie war diesmal so viel komplizierter, arbeitsintensiver und auch chaotischer, dass wir das Blog immer wieder zurückgestellt haben - unsere Hilfe und Unterstützung für Wolfgang und seine Familie waren wichtiger.

Die fehlenden Posts werden aber nachgereicht. Nicht nur für unsere fleißigen Leserinnen und Leser, sondern auch für uns selber, für die das Blog ja unser Tagebuch ist.

Da ist noch zu berichten über...
  • Margret und "ihr" Museum
  • Saskias Geburtstag
  • den Schwimmtag mit den Jungs
  • den Abschiedstag 
  • die letzten Tage in Regina
  • dies und das
 

Kann man diesen Augen widerstehen? - Nein!
            Also: 
                     Wer Lust und Zeit hat:
                                                         Dranbleiben!



Donnerstag, 17. September 2015

Horror pur: Geburtstagsfeier...

Sonntag, 13. September 2015

Nach dem Besuch des Sukanen-Museums sind wir noch bei Janet und Shayne zum Grillabend eingeladen. Also: zuerst einmal ins Auto und ab in die "Einöde".

Auf der Ranch zunächst die saubere Trennung: Frauen in der Küche, Männer draußen beim Grill, Kinder irgendwo im Gelände.

In fröhlicher Runde wird dann später in der großen Küche gemeinsam gespeist, geklönt und viel gelacht.


Horror?? Bisher nix davon gemerkt. Wieso steht das denn in der Überschrift???

Na ja, der kommt jetzt für uns "Nicht-Kanadier": Shayne und Saskia haben am selben Tag Geburtstag, nämlich am kommenden Freitag, 18. September.

Aber nun, ja -
wie furchtbar:
die beiden feiern jetzt schon (!),
also vorzeitig (!!)
ihren Geburtstag (!!!).

Wir sind uns darüber im Klaren, dass sich nun etliche unserer verehrten deutschen Leserinnen und Leser in Krämpfen am Boden winden werden.

Aber wir sind nun Mal zur unvoreingenommener Berichterstattung verpflichtet - Ihr müsst da leider durch...

  
Wer nun doch 'ne Notrufnummer braucht:
Hier eine Übersicht aus der "Rentner-Bravo" :-) 


Sukanen-Museum (13.09.2015)

Die Tage nach Fionas Geburtstag bleiben "wild":
  • Hunde reißen ein Lamm auf der Ranch - Notschlachtung.
  • Conrad muss zu einer weiteren ärztlichen Untersuchung nach Regina gebracht werden - also "laufen" alle Kinder bei uns auf und müssen "betreut" werden.
  • Elektroinstallation (Beleuchtung) der Ranch-Werkstatt u.a. wird in Angriff genommen.
  • Manche Tiere haben Spaß am Ausbrechen und spielen mit uns "Fangen".
  • Wir helfen Margret, ihre Hütten und andere Dinge in und um ihr Haus für den Winter "fit" zu machen.
So weit zum Thema "Abenteuer-Urlaub"....

Sonntag, 13. September 2015

Die Großfamilie (Conrad eingeschlossen) fährt Richtung Moose Jaw. Einige Kilometer vor Moos Jaw befindet sich das Sukanen Ship Pioneer Village & Museum. Das Foto auf dieser Website vermittelt einen guten Eindruck von der Größe. Ein wirklich SEHR interessantes Museumsdorf.

Der Name geht auf Tom Sukanen zurück, einem finnischen Einwanderer, der irgendwann beschloss, sich in dieser ozeanfernen Gegend ein Schiff zu bauen (!!) und damit nach Finnland zurückzukehren, was ihm allerdings aus verschiedenen Gründen nicht gelang. Hier mehr Infos über ihn. Sein verrückter Plan hat sogar den einen oder anderen Regisseur inspiriert.

Tom ist auf dem Gelände begraben; sein Schiff befindet sich unmittelbar neben seiner letzten Ruhestätte.

Direkt hinter dem Schiff befindet sich Toms Grab.

Man kann viele Häuser, kleine Geschäfte und thematische Ausstellungen besichtigen und erfahren, wie die damaligen Pioniere gelebt und gearbeitet haben.

Auch damals wurden schon die armen Kinder in der Schule gequält...
Hier kann man selber ein Seil drehen.
Ein Schmied zeigt seine Kunst.

Den Abschluss des Besuches bildet eine "Oldie-Fahrzeugparade"; auch mit Nutzfahrzeugen, die zum Teil so aussehen, als ob sie die letzten 100 Jahre auf dem Schrottplatz verbracht haben - fahren tun sie dennoch:


Aber auch wunderschöne, mit sehr viel Liebe restaurierte Fahrzeuge findet man. Und die stehen "einfach so herum"; man kann sie sich in aller Ruhe ansehen oder gar hinein setzen - kein aufgeregter Wächter oder Besitzer hindert einen.




Florian würde ja soooo gerne mal...
 ...leider durften nur die beiden:

Und irgendwann ist die Aufnahmekapazität ausgeschöpft:
Fiona, Lukas und Florian


Mittwoch, 16. September 2015

Korrekturen im 2015er Blog :-(

Ein paar Korrekturen im Blog sind notwendig geworden:

1. Unser Abflugdatum ist Donnerstag, 24.09.2015 (nicht Freitag, 25.). Wir bitten höflichst, unser hohes und biblisches Alter zu beachten, in dem schon mal solche Pannen passiern können...

2. Nachdem uns der offizielle Saskatchewan-Discovery-Guide in die Finger gefallen ist, haben wir die Einwohnerzahlen etlicher "Mega-Citys" korrigiert - und zwar nach oben: wahre Bevölkerungsexplosionen (z.B. Big Beaver von 15 auf 20 Einwohner; auch diesmal in Worten: von "fünfzehn" auf "zwanzig").

Wir bitten also freundlichst darum, den ganzen 2015er Blog noch Mal sorgfältig von Anfang an zu lesen, damit der veränderte Informationsgehalt auch wirklich voll zur Wirkung kommt... :-)


Quinos Karikatur frei übersetzt:
Nimms mir bitte nicht übel, Birgit.
Aber was waren wir eigentlich: Freunde, Verwandte, Eheleute oder was sonst?

Dienstag, 15. September 2015

Mosquitos, Mosquitos :-( :-( :-( autsch!

Todesmutig habe ich mich nach draußen gewagt - mitten hinein in das anstürmende milliardenfache Mosquito-Heer, das jeden Kubikmeter Luft in Anspruch nahm.

Ich will damit den üblichen Sprüchen "Ach stellt Euch doch nicht wegen so ein paar kleinen Mücken an!" vorbeugen:




Samstag, 12. September 2015

das Mobile-Home

Montag, 07. September 2015

Die Familie nutzt den Feiertag auch, um uns das Mobile-Home zu zeigen, das nur darauf wartet, an seinen neuen Bestimmungsort zu kommen, wenn das "Placet" der Behörde endlich da ist.

Es entspricht in etwa dem Foto, das wir im Post vom 5. September "Die Ranch - die Pläne: Version 2" gezeigt haben.

 

Die Veranda und der Anbau links sind nachträglich vom Vorbesitzer eingefügt. Dies wird vor dem Transport abmontiert und später wieder angefügt. 

Die Veranda wird sofort von den beiden Damen in Beschlag genommen:


Der Unterschied zu dem, was wir damals schrieben, besteht allerdings im Transport: kein Tieflader. Dieses Mobile-Home wird angehoben, dann werden unter dem Stahlrahmen, auf dem das Haus aufgebaut ist, Räder montiert (!!), anschließend wird das Haus rollender Weise an den neuen Ort geschleppt.

So ein Transport ist teuer. Vielleicht wird es in Eigenhilfe geschehen können, da es eine Straßenverbindung gibt, die nicht über die offiziellen (asphaltierten) Highways geht. Es wird allerdings auch viele Stunden dauern...

Vor dem Kleiderschrankspiegel im Mobile-Home.


Englisch kann er ja, der Wolfgang :-)



Freitag, 11. September 2015

Fionas Geburtstag (07.09.2015)

Montag, 07. September 2015

Fiona hat heute Geburtstag. Sie wird stolze

10 Jahre

alt. Sie hat zusätzlich Glück: Es ist ein Feiertag und sie braucht nicht in die Schule zu gehen!
 

Unser Geschenk hat sie ja schon in Saskatoon bekommen: die Ohrlöcher und Stecker.










Ihr Wunsch ist es, diesen Tag zusammen mit der Familie bei "Andy's" zu feiern, wie es schon Saskia vor 2 Jahren gemacht hat.

Nun genießen alle das Buffet!



Die Überraschung von Seiten des Restaurants darf auch diesmal nicht fehlen: ein Geburtstagkuchen mit Illumination!


Und bei allem Hunger nicht vergessen: ab und zu einen Blick auf die allgegenwärtige "Glotze". Man könnte ja was verpassen!

Die 3 Kötterle-Jungs.

Herzlichen Glückwunsch,
liebe Fiona!


Mittwoch, 9. September 2015

Der Zirkus-Besuch (04.09.2015)

Freitag, 04. September 2015

Am Nachmittag macht sich die Großfamilie (inkl. Conrad) in Richtung Moose Jaw auf den Weg. Dort gastiert nämlich ein Zirkus. Und das ist natürlich die Gelegenheit, na klar - wir reden ja von rund 2 x 100 km Strecke -, um in Moose Jaw einzukaufen. Bis kurz vor 19 Uhr ist das auch das vorherrschende Thema - und nach dem Zirkusbesuch ebenfalls....

Dann geht es Richtung Zirkus, der im River Park am Ortsrand sein Zelt aufgeschlagen hat. Wir müssen bei dem Anblick an den kleinen Zirkus in Guanaqueros (Chile) denken.

Ein Wanderzirkus aus Chile. Der aus
Moose Jaw ist allerdings doch etwas größer :-)
Geschätzt 200 Menschen passen hinein. Das Zelt ist löchrig (die Anordnung der vielen kleinen Löcher erinnert an die Milchstraße), es regnet ein wenig hinein, aber das tut der Freude der Menschen, erst Recht der Freude der Kinder, keinen Abbruch.


Es ist eine kleine Truppe, vielleicht ein Familienunternehmen. Und so ist wohl jeder von ihnen - notgedrungen - als Multitalent tätig. 



Wir sind aus Deutschland anderes gewöhnt, aber dennoch unsere ehrliche Anerkennung für die Mitwirkenden der Zirkustruppe, egal, ob sie als Jongleur, Clown, Artist/in, Feuerschlucker, Hundedompteurin, Ansager oder in all den Hilfspositionen tätig sind!


Alle Kinder - nicht nur unsere - verfolgen gespannt das Geschehen in der Manege.


Und zum Schluss der Höhepunkt: die lebendige Kanonenkugel:


Zirkusbesuch macht hungrig und durstig. Außerdem muss man sich für die lange Heimreise im Dunkeln fit halten. Also noch ein paar kleine Einkäufe und dann einen finalen Stop bei "Tim Hortons". Dann geht es los Richtung Heimat - das Wochenende wartet.

...eine normale (?) Woche... (28.08. - 03.09.2015)

Wir sind ja nicht nach Kanada geflogen, um Erholungsurlaub zu machen. Also packen wir bei den Kindern auf der Ranch auch immer wieder mit an. Nach dem letzten Umzug ist das auch durchaus sinnvoll...

Deshalb hier mal ein paar "Tagebuch-Schnipsel":


Freitag, 28. August 2015

Es gibt genug auf der Ranch aufzuräumen den ganzen Tag. Am Abend gehen Birgit und Reinhold in Assiniboia zum Pizzaessen - auf kanadisch.

Samstag, 29. August 2015


Es gibt Smog-Alarm. Es stinkt penetrant nach Rauch und es ist ziemlich diesig. Der Grund: Waldbrände im US-Staat Washington!! Dazu ist es unangenehm schwül. Das scheint die Mosquitos nicht zu jucken, uns aber wohl... ;-(

Reinhold versucht, das defekte Notebook von Heike und Wolfgang zu reparieren. Leider "spinnt" die Festplatte. Außerdem ist Flüssigkeit an verschiedenen Stellen ins Gehäuse gelaufen, hat üble Korrosion verursacht und an zwei Stellen ist Mechanik gebrochen.

Tja, so ein Notebook hat auf
einer Ranch allerlei auszuhalten. :-(
Die gebrochene Mechanik lässt sich mit 2-Komponenten-Kleber reparieren. Die Festplatte ist leider auch über die diversen Spezialprogramme nicht ansprechbar: Daten wohl verloren. Das ist bitter! Die Korrosion auf der Platine hat sich offensichtlich in die Tiefe gefressen. trotz Reinigung kein Erfolg: Tote Hose auf der ganzen Linie... Frust auch für Reinhold!

Zum Glück haben wir in "weiser Voraussicht" ein gebrauchtes Notebook über Eva besorgt: natürlich Linux.

Wolfgang holt Reinhold Mittags ab, weil die Kinder ein Rodeo machen wollen. Reinhold kauft vorher mit Florian Hundefutter in Assiniboia ein; Florian klemmt sich dabei den Daumen sehr schmerzhaft in der Autotür: Rodeo muss verschoben werden; Tränen fließen.

Sonntag, 30. August 2015


Es gewittert und regnet in der Nacht. Der Smog wird teilweise weggewaschen. Wir fahren mit "Rosy" zur Ranch. Der erste "Schwung" Fotos wird gemacht für den Bericht an die Behörde, den Wolfgang und Heike demnächst vorlegen müssen.

Dazu machen wir Rundfahrten zu den diversen Stellen, an denen Tiere und/oder Maschinen stehen.

...geballte Power...
von links: Wolfgang mit Lukas, Ian, Florian mit Conrad, Fiona mit Saskia

Nachmittags: endlich kann auch das Rodeo der Kinder stattfinden:

Die erwartungsvollen Zuschauermassen; Erfrischungen stehen schon bereit...

 
Der "Wilde Westen" pur:

Montag, 31. August 2015

Margret fährt mit Reinhold und Conrad nach Regina. Conrad hat eine seiner medizinischen Untersuchungen; Margret nutzt den Aufenthalt dort zum Einkauf.

Birgit räumt derweil weiter mit auf der Ranch auf. Es gibt Tränen beim Sortieren feucht gewordener Dokumente und Erinnerungen.

Der Schulanfang wirft seine Schatten voraus. Berge an Schmutzwäsche wechseln von der Ranch nach Assiniboia.

Dienstag, 01. September 2015


Erster Schultag der Kinder.

Margret beschließt, nur den Vormittag im Museum zu verbringen, in dem sie sonst Dienstags immer ehrenamtlich tätig ist. Einfach zuviel Arbeit rund um die Ranch.

Heike und Wolfgang sind derweil wegen der notariellen Verträge bei Tom, dem Notar.

Mittwoch, 02. September 2015

und Donnerstag, 03. September 2015

Arbeit auf der Ranch.
    Aufräumen,
           sauber machen,
                   entrümpeln,
                           Abfall verbrennen,
                                  ausgebrochene Tiere einfangen...




Samstag, 5. September 2015

Die Ranch - die Pläne: Version 2

Am 25. September 2013 schrieben wir bei unserem ersten Besuch:

Sonntag, 22.9.2013
Am Vormittag zeigen uns Heike und Wolfgang mit den Kindern und Margret und Viktor Conrads Ranch.
Es war das erste Angebot, eine Farm zu übernehmen; sie haben zwar eine Art notariellen Vorvertrag, aber Conrad "kam einfach nicht in die Pötte".
Dadurch ist das Risiko einfach zu gross geworden, zumal alle Gebäude komplett baufällig sind. Der wesentliche Vorteil dieser Ranch wäre allerdings die grössere Nähe zu Assiniboia gewesen.


Kanada bzw. Saskatchewan macht es Einwanderen nicht leicht:

Als Beweis für die Finanzstärke mussten 75.000$ als Bürgschaft hinterlegt werden. Die werden aber nur dann (!) wieder frei gegeben, wenn Grund und Boden gekauft, eine Ranch soweit startfähig aufgebaut ist und die Formalitäten rund um die Einwanderung erledigt sind. Letzteres hat über 4 Jahre gedauert! Man fragt sich zu Recht: warum soooo lange?

So war es die richtige Entscheidung, die damals beschriebene Ranch zu nehmen, da deren Gebäude nutzbar waren und man ihnen einen Kaufvertrag in Aussicht stellte.

Wohnhaus der Familie 2013

Trotz notarieller Vorverträge mit Conrad: Wolfgang und Heike hätten auf Conrads Ranch wesentlich mehr finanziell investieren müssen, denn Menschen und Tiere brauchen ordentliche und winterfeste Gebäude. Vor allem das Wohnhaus: nur noch eine Ruine ohne "Innenleben".

Und wenn dann Saskatchewan nach 4 Jahren gesagt hätte: "Nein, Ihr könnt nicht bleiben!"??

Leider gab es schließlich auf der "ersten" Ranch Erbstreitigkeiten, denen unsere Kinder vernünftiger Weise aus dem Weg gingen und auf Conrads Farm zogen: Kaufvertrag adé. Hier ein 360-Grad-Panorama; die Ranch liegt allerdings gut geschützt hinter Bäumen und Gebüsch links vom Weg.

In der Zwischenzeit hatten sie nämlich auch schon die Genehmigung zum dauerhaften Aufenthalt, konnten also konkret für die weitere Zukunft planen.

Der Umzug war leider ein giganisches und außerordentlich kräftezehrendes Unterfangen. Die Familie lebt nun in zwei großen Campern auf der neuen Ranch.

Im Sommer kann noch vieles draußen stehen...

Elektrizität und Wasser sind vorhanden und die deutlich bessere Anbindung an Assiniboia macht die sonstige Versorgung leichter.

Die notariellen Verträge mit Conrad sind jetzt unter Dach und Fach, aber nun muss die Gemeinde erst einmal der Teilung des Grundstückes zustimmen. Erst dann kann die Genehmigung für ein Wohnhaus erteilt werden. Hier haben sich unsere Kinder für ein "Mobile Home" mit rund 100qm Wohnfläche entschieden, das per Tieflader (!) angeliefert wird. Es muss also nicht noch etwas gebaut werden...
 
So könnte das Mobile-Home aussehen.
Es kann durch Anbauten
genehmigungsfrei vergrößert werden.



Das ist übrigens auch mobil!
Transport? Kein Problem!
Dann müssen die anderen Autos auf dem Highway halt mal Platz machen...

Beide anstehenden behördlichen Vorgänge sind wohl nur einfache und unproblematische formale Akte; es ist aber mit bis zu 3 Monaten Laufzeit zu rechnen. - Und wir dachten, nur Deutschland ist so extrem bürokratisch...

Wir überlegen, zusammen mit Margret zu intervenieren, damit die Familie mit den 4 Kindern vor Wintereinbruch in das Haus einziehen kann. Im heftigen kanadischen Winter mit Temperaturen bis unter -40°C wäre der Aufenthalt in den beiden beengten Campern mit 6 Personen eine unzumutbare Qual.



Freitag, 4. September 2015

Western Development Museum in Moose Jaw

Donnerstag, 27. August 2015

Also sind wir nun gespannt, was wir in Mosse Jaw noch erleben werden. Vor Moose Jaw machen wir einen kurzen Stop und besprechen mit Saskia und Fiona, was wir denn noch machen sollen. Der Vorschlag, das "Western Development Museum" zu besuchen, findet Zustimmung nach dem Motto "Wenn's nix ist, dann fahren wir halt nach Hause..."

Es war aber doch was - und dazu überaus interessant.


Im Museum erfahren wir, wie die Siedler sich damals Stück für Stück dieses riesige Land erobert haben: zuerst mit Pferdefuhrwerken, dann mit der Eisenbahn und den verrücktesten Auto- und Flugzeugkonstruktionen.

Dieser Buick von 1934 fährt auf Eisenbahnschienen

Ein O-Bus (Oberleitungsbus) aus Saskatoon (1951).
Mit den beiden langen schwarzen Stangen war der Elektromotor
mit der zweidrähtigen Oberleitung verbunden.

Den Mädchen hat es Spaß gemacht und Fiona hat sich besonders für die "Snowbirds" interessiert, die in Moose Jaw stationierte Kunstflug-Truppe. Es gab auch einen beeindruckenden Film zu sehen (hier ein ähnliches Youtube-Video).

Fiona als angehende Pilotin...

Die Snowbirds hatten wir ja vor 2 Jahren schon beim Üben beobachtet - aus unserer Sicht außerordentlich waghalsig... 

Damals schrieben wir:

In der Nähe von Moose Jaw beobachten wir einen Kunstflieger, wahrscheinlich von den "Snowbirds",  beim rasanten Übungsflug quer über die Strasse und nur knapp über dem Getreidefeld. Unermüdlich dreht die Maschine ihre Runden, eine nach der anderen.