Sonntag, 10. November 2013

Nun machen wir dieses Blog von 2013 zu... :-)

Ja, es war eine schöne aber auch anstrengende Reise. Wir haben uns gefreut, Wolfgang und seine Familie wieder zu sehen, die uns stolz gezeigt haben, wie sie leben und arbeiten, wie ihre Umgebung aussieht und mit welchen Menschen sie bekannt sind und freundschaftlichen Umgang haben.

Die Familie hat sich viel vorgenommen, es liegt noch eine Menge "Knochenarbeit" vor ihnen. Dafür drücken wir ihnen - wie bereits geschrieben - alle verfügbaren Daumen, die Daumen von Euch, den Lesern natürlich auch!

Die Familie war unser wichtigstes Ziel in Kanada; das "Sightseeing" musste dafür zurück stehen. Aber dennoch hatten wir Gelegenheit, ein gaaaaaanz klein wenig von diesem riesigen und faszinierenden Land zu sehen: 2 Tage im Osten (Montreal) und einige Tage auf dem verlängerten Rückweg nach Calgary, unserem Abflughafen.


-----

Ich schrieb in einem Post, dass ich mal ein 360-Grad-Panorama machen müsse. Das habe ich zweimal getan: einmal das kleine verlassene Kirchlein auf dem Hügel und zum Zweiten einen Rundumblick von der Ranch. Ich habe die beiden Panoramen "ausgelagert", denn ich weiß nicht, ob und wie man die entsprechenden Dateien hier im Blog hochladen kann. Also nicht wundern; die Weiterleitung ist so gewollt.

Und wer von Euch eine Rot-Blau-Brille sein Eigen nennt, kann sich zum guten Schluss zwei 3D-Bilder anschauen; ich habe leider kaum daran gedacht, denn es ist soooo einfach, selbst aus der freien Hand 3D-Fotos zu machen - nun ja, ich werde also noch mal kurz nach Kanada fliegen, um das nachzuholen... :-(

Ein Diorama aus dem Museum. Anklicken und Vollbildansicht vergrößern das Foto deutlich auf etwa 3000 x 2000, damit man auch was vom 3D-Effekt hat.

Typische Landschaft in Saskatchewan. Anklicken und Vollbildansicht vergrößern das Foto deutlich auf etwa 3000 x 2000, damit man auch was vom 3D-Effekt hat.

Herzlichen Dank allen Freunden, Bekannten und Verwandten, die unsere Reise virtuell treu begleitet haben.
Es hat Freude gemacht, das Blog zu erstellen, wenn man weiß, dass so Viele es lesen werden!!




Dienstag, 8. Oktober 2013

Calgary und Rückflug (3. und 4.10.2013)

Donnerstag, 3.10.2013

Olympic Plaza
das alte Rathaus
Das Wetter ist einigermaßen. Es wird aber langsam kalt! Wir entscheiden uns, doch mal kurz in den Stadtkern von Calgary (Wikipedia) zu fahren ("Downtown"). Er ist recht "kompakt", geprägt von Hochhäusern (die es nur da gibt!) und viele interessante Dinge liegen dicht beieinander. 



Nur - wir kennen es schon - vieles ist geschlossen; die Saison ist beendet!  :-(

Blick in die Fußgängerzone

Fußgängerwege - quer durch die ganze Innenstadt
Mit dem C-Train (Straßenbahn) fahren wir ins Zentrum. Es gibt einen Einheits-Fahrpreis (Idee für deutsche Städte!), also kein stundenlanges Rätselraten vor dem Fahrkartenautomaten. Im Zentrum selber ist die Benutzung der Straßenbahn kostenlos (auch 'ne Idee für deutsche Städte!).



Wir schlendern durch die Straßen; besuchen den Olympic Plaza (Wikipedia) (dort wurden bei den Winterspielen 1988 die Ehrungen abgehalten) und flanieren dann in der Fußgängerzone gemütlich an den Geschäften und Lokalen vorbei.







Interessant: Es gibt Fußgängerüberwege, die quer durch mehrere Häuser und Blocks führen. Man kann dort fast die ganze Innenstadt trockenen Fußes durchqueren!







An den "Devonian Gardens" kommt man nicht vorbei! Mitten in einem Einkaufszentrum, in der 4. Etage (!) befindet sich ein tropischer Garten. Er umfasst eine Fläche von 1 Hektar (!!) und erstreckt sich nicht nur über mehrere Blocks (!!), sondern auch über 2 Etagen! (Bei Google-Maps kann man gut das riesige transparente Dach sehen.)



Wir sind fasziniert und wollen gar nicht mehr weg (Marlis würde da sofort einziehen...)! Überall gibt es "lauschige" Plätzchen, die zum Verweilen einladen. Sie werden genutzt von normalen Passanten, von Studenten, die dort in Ruhe lernen und Müttern mit ihren kleinen Kindern, denn auch Spielplätze gibt es dort. Man kann sich einen Imbiss kaufen und in einer grüne Ecke verweilen oder den Kleinen beim Spielen zuschauen.

...wir sind im 4. Stock!

Dieser Besuch hat sich gelohnt; entspannt und zufrieden fahren wir ins Motel zurück, wo die Koffer darauf warten, für den Flug gepackt zu werden - eine wichtige, aber auch ätzend langweilige Aufgabe!


Freitag, 4.10.2013

Die letzten Reste müssen in die Koffer. Wir sind mit leichtem Übergepäck in Kanada angekommen; nun sind die Mitbringsel zwar raus, aber einige Souvenirs schon wieder drin im Koffer. Ob es gut geht...?

Nach dem Check-Out im Motel bringen wir zuerst den PKW zurück, der am Morgen eine Eisschicht (!) auf den Scheiben hat. Wir wissen ja nicht, ob es irgendwelche Probleme bei der Rückgabe geben wird. - Aber es gibt keine. Rund 4000km sind wir mit dem Chevy gefahren und er hat uns nie im Stich gelassen.

Das ist natürlich alles schön, aber nun stehen wir bereits um 12:30 am Flughafen und haben bis zum Einsteigen in den Flieger furchtbar viel Zeit. Aber auch die vergeht; wir geben das Gepäck auf (kein Übergewicht - schnauf!), genehmigen uns einen Imbiss und dann geht es zum Gate A 24, die übliche Prozedur.

Pünktlicher Abflug, Direktflug mit Air Canada nach Frankfurt. Man kann nur dösen, nicht richtig schlafen. Wir fliegen der Sonne entgegen und landen - früher als geplant - etwa 11:20 am Samstag im verregneten Frankfurt.

Während wir auf die Koffer warten, überlegen wir, ob wir die ICE-Tickets neu brauchen, denn wir können ja nun einen früheren Zug nehmen, als geplant. Wir werden sehen, sagen wir uns und schieben den Kofferkuli aus dem Ausgang heraus.

Und wer steht da? Baby Ben ist da; er hat sogar seine Mama mitgebracht! !!Überraschung!!

So steigen wir ins Auto und fahren durch den Regen nach Bonn, wo Andy und Judith ein leckeres Essen vorbereitet haben. Klar, wir lassen uns verwöhnen,
   der Jet-Lag kommt noch früh genug
                Und das tut er auch!
                                          Mit Macht!!

Okotoks und Fahrt nach Calgary (2.10.2013)

Mittwoch, 2.10.2013

Wir checken um ca. 10:30 aus und fahren zuerst Richtung Okotoks (Wikipedia), wo wir einen der größten Findlinge der Welt besichtigen. (Lt. Wikipedia gibt es nur noch in Schweden einen größeren...)





Nach der Besichtigung des Riesen-Findlings machen wir uns zunächst Richtung Westen auf den Weg (hier die Route), erst ein Stück auf dem Highway 7, bei Black Diamond (2300 Einw.) auf dem Hwy 22, dann bei Turner Valley (2000 Einw.) nach Norden weiter auf der 22.


Wir biegen dann nach Westen Richtung Millarville auf den Hwy 549 und fahren durch eine wunderbare Landschaft, die uns manchmal sogar ans Alpenvorland erinnert. Sanfte Hügel, Wälder, dazwischen Weideland mit Vieh darauf. 

Alles strahlt eine intensive Ruhe aus, die uns gerade nach dem schrecklichen Ereignis vom Vortag (das uns immer und immer wieder im Kopf herum geht) gut tut.



Es war ja gestern auch sehr stressig, denn wir sind ja nach Calgary gefahren, um am Flughafen die Möglichkeit zu prüfen, den Rückflug zu verschieben. Dazu die verschiedenen "Telefonkonferenzen" nach Assiniboia und Deutschland...

Der Hwy 549 trifft auf den Hwy 762, dem wir nach Norden folgen, bis er auf den Hwy 22 trifft und damit wieder auf die Spuren der Zivilisation. Ein Stück nach Osten, dann nach Norden bis Bragg Creek (600 Einw.) (Wikipedia), wo wir eine Pause einlegen. Dann geht es auf dem 22 weiter nach Norden bis zum Trans Canadian Highway (TCH). Wir biegen nach Osten ab Richtung Calgary und folgen dem TCH bis in die Stadt und zu unserer Unterkunft.

Gegen 15:00 kommen wir dann beim "Canadas Best Value Inn" an. Es liegt am TCH, der mitten durch Calgary hindurch geht. Auspacken, Ruhepause...


Am frühen Abend holen wir uns bei "Boston Pizza" einen leckeren Salat und speisen im Zimmer zu Abend. Mal sehen, was wir morgen machen...

Freitag, 4. Oktober 2013

Viktor

Dienstag, 1.10.2013

Nach dem Aufstehen wird das Netbook angeworfen. Da verschlägt es uns den Atem: wir erfahren über eine Skype-Nachricht, dass Viktor, Heikes Vater, gegen Mitternacht plötzlich gestorben ist. Es ging ihm die Tage nicht so gut und er war dann auch im Krankenhaus, weil man eine Lungenentzündung vermutete. Gestern Abend ging es Viktor dann schlechter und gegen Mitternacht ist er dann gestorben.

Wir können es nicht fassen. Er war erst 65 Jahr alt!

Wie viele von Euch wissen, haben Margret und Viktor einige Tage bei uns gewohnt, bevor sie nach dem Verkauf ihres Hauses nach Kanada flogen. Und Anfang 2013 waren sie für über drei Monate unsere Gäste, weil sie sehr viel in Deutschland zu erledigen hatten. Wir haben uns in dieser Zeit näher kennen und schätzen gelernt, haben viel gelacht und manches Glas Bier zusammen geleert.

Spontan überlegen wir, den Rückflug am Freitag zu verschieben. Nach Abwägen aller möglichen Argumente und Rücksprache mit unseren Töchtern (es ging vor Allem um Reinholds Mutter) entscheiden wir uns schweren Herzens dafür, den ursprünglichen Rückflugtermin doch beizubehalten. Die "Apostolic Church" in Assiniboia hilft der Familie in allen Belangen und steht ihnen in jeder Beziehung sehr zur Seite. Das ist schön zu hören und beruhigt uns - vor Allem auch wegen Margret.

Wir haben mal in unseren Kanada-Fotos gestöbert und wollen diesen Post mit ein paar Bildern abschliessen:

Die ganze "Großfamilie" am Lake Louise

14.9.2013, zusammen mit Wolfgang

Saskias Geburtstag, 18.9.2013

Auf Conrads Farm am 22.9.2013

Auf Conrads Farm am 22.9.2013






die Bar U Ranch (30.9.2013)

Montag, 30.9.2013

Lange geschlafen, bei "Heidi's" gefrühstückt und dann zur Bar U Ranch (WebSite) (Wikipedia) (deutsche Info) gefahren. Wir haben Glück, es ist der letzte Tag für Besucher. Es ist extrem böig - wirklich zum "Wegfliegen"! Nach einem einführenden Video über die Geschichte können wir die Gebäude der Ranch (GoogleMaps) besichtigen. 

 

Sie sind sehr liebevoll bis ins letzte Detail eingerichtet! Man hat das Gefühl, die Bewohner haben nur gerade im Augenblick den Raum verlassen und kommen gleich wieder. Da liegt die lange Unterhose auf dem Bett und wartet darauf, angezogen zu werden, das Essen steht angerichtet auf dem Tisch und die Gitarre liegt da, wie gerade mal weg gelegt.



Wir treffen ein deutsches Paar, das mit dem Wohnmobil unterwegs durch Kanada ist. Gemeinsam macht es viel Freude, die Ranch zu erkunden.

Der "Schlafwagen" fürs Gelände.

Rasur muss sein, auch auf dem Feld!

Gleich holt er seine Sachen!

Das Post-Office auf der Ranch

Birgit lässt sich zeigen, wie man Leder verziert.

Der "frisch" gedeckte Essenstisch wartet auf die hungrigen Arbeiter.

Im Schlafsaal.

So wird im Gelände verpflegt!

Alles ist dabei...

...natürlich auch die Kaffeekannen!

Zurück in Longview machen wir eine dritte Übernachtung aus. Wir wollen überlegen, wie wir die letzten Tage verbringen und wann wir endgültig in Calgary "einfallen".

Wir erfahren, dass der Hwy 40, der laut Führer mit zu den schönsten Bergstraßen (Route) gehört, geschlossen ist. Im Juli haben gewaltige Unwetter in der Region zu Zerstörungen und Überschwemmungen in der Gegend bis hin nach Calgary geführt (sucht mal nach Bildern zum Stichwort "2013 flood hwy 40 canada"). Viele Nebenstrassen sind immer noch gesperrt, erst recht solche in den Bergen. - Schade, mal wieder Pech für uns!!  ;-(

Dienstag, 1. Oktober 2013

Frank Slide und der Cowboy-Trail (29.9.2013)

Sonntag, 29.9.2013

Um 8:00 klingelt der Wecker. Wir stehen auf und warten darauf, dass Eva online geht. Das ist um ca. 8:30 der Fall (16:30 deutsche Zeit). Längeres Skype-Geburtstags-Gespräch mit meiner Mutter, die sehr über diese technische Neuerung staunt; zweite Hälfte sogar mit Video. Nach diesem Skype-Kontakt gibt es kurze Zeit später noch einen mit Judith. Ist schon toll; wer hätte vor etlichen Jahren sich das überhaupt vorstellen können?

Wir checken aus und fahren bei blauem wolkigem Himmel (aber windig!!!) los. Viele Windräder auf der Stecke.

Erstes Ziel: Frank Slide (Crowsnest Pass, Route). Dort ist 1903 der halbe Berg (Turtle Mountain) abgerutscht und hat rund 70 Menschen den Tod gebracht. (Wikipedia) Eine gigantische Gerölllawine erstreckt sich quer durch das Tal. Abseits liegt das Interpretiv Centre, von dem aus man einen beklemmenden Überblick über diese grösste Katastrophe dieser Art in Kanada bekommt.


Noch nach über 100 Jahren sieht man nur die blanken Gesteinsbrocken; kaum eine Pflanze hat hier Fuss gefasst. Einen viel besseren Eindruck als unser kleiner Videoschwenk vermittelt das Video auf der WebSite des "Interpretive Centre". Im Inneren gibt es verschiedene, gut gemachte Ausstellungen, Videos etc. zu dem Ereignis. Auch die heutige Messtechnik kommt zur Sprache, denn der Berg ist gespickt mit Sensoren, das Tal ist wichtig für den Durchgangsverkehr.

Zurück auf den Highway und Richtung Osten. Wir biegen kurz ab und machen eine kleine Pause am Lee Lake, einem kleinen idyllischen Angelsee.




Weiterfahrt, abbiegen auf den Highway 22 Richtung Norden, dem "Cowboy-Trail" (Route). Rund 140 km ohne Orte, Tankstellen und andere nützliche Dinge der Zivilisation. Beeindruckende Landschaften, z.T. Naturparks; entlang der Strasse meist Weideland. Es ist Ranch-Land, so wie man es auch aus den Filmen kennt.





 In Longview, ca. 300 Einwohner, aber 2 Tankstellen, (Wikipedia) angekommen, reservieren wir zuerst ein Zimmer im "Blue Sky Motel" für eine Nacht, gehen dann nebenan bei "Heidi's" was essen und checken dann doch für 2 Übernachtungen ein. 

Unseren ersten Plan, zur "Bar U Ranch" zurück zu fahren (rund 15 km vor Longview) geben wir auf und verschieben den Besuch auf den morgigen Tag. Der Grund liegt auch darin, dass wir uns bei "Heidi's" festgequatscht haben. Heidi heisst eigentlich Maria und bewirtschaftet erfolgreich zusammen mit ihrem Mann Nick und der Tochter Natalie seit rund einem Jahr das kleine Restaurant am Highway 22. Die beiden haben in ganz jungen Jahren geheiratet, sich einige Jahre später getrennt, nach rund 25 Jahren wieder getroffen und zum zweiten Mal geheiratet!




Wir erfahren viel über Land und Leute, sowie über die Erfahrungen, die Maria und Nick in Kanada gemacht haben und machen.


Dann zurück ins Motel, ein bisschen entspannen, am Blog weiter arbeiten und schlafen gehen...

Montag, 30. September 2013

Waterton Park (28.9.2013)

noch Freitag, 27.9.2013

Weiterfahrt nach Pincher Creek und einchecken im Star-Dust-Motel (leider nur Street-View). Einfach, aber sauber. Hat eine kleine Kücheneinrichtung im Zimmer. Also kaufen wir erst mal Lebensmittel ein, um uns selbst zu versorgen. In Kanada sind die Lebensmittel sehr teuer und somit die Restaurants erst recht!



Samstag, 28.9.2013

Gemütlich gefrühstückt und dann los zum "Waterton-Park" (Wikipedia) (Route). Wetter ist leider unbeständig, verschlechtert sich zunehmend. Am Park-Gate zahlen wir 13$ Tageseintritt. Das Wetter ist weiterhin regnerisch und unangenehm stürmisch. Aber eine schöne Landschaft - ziemlich abrupter Übergang von der Prärie in die Bergwelt; das gibt es nur hier.






Waterton-Town (Google-Maps) ist das typische Touristendorf, allerdings ist nach der Saison weniger los; vieles ist geschlossen. Der Wind ist nun wirklich unangenehm eisig. Wir machen eine kurze Rast in einem Bistro, erkundigen uns, fahren ein Stück zurück und biegen dann in den "Red-Rock-Parkway" ein (der "Akamina-Parkway" ist geschlossen).


Schmale Strasse durch wunderschöne Landschaft. An zwei verschiedenen Stellen sehen und fotografieren wir Bären, einmal einen einzelnen, dann eine 3er-Gruppe. Spannend; nur rund 30 m trennen uns!

  


Am Ende der Strasse befindet sich der "Red-Rock-Canyon", ein kleiner Canyon mit intensiv rotem Gestein. Das Wetter bessert sich zunehmend; das finden wir schön, und so genehmigen wir uns eine halbstündige Wanderung am Canyon.



   
 
Wir fahren diese Strasse zurück und biegen kurz hinter dem Park-Gate links ab zum "Bison-Paddock", einem unglaublich riesigen Gelände, in dem Bisons frei leben. Wir bekommen bei der zweiten Runde auch eine kleine Herde zu sehen, die sich um die Autos (die wir nicht verlassen dürfen) überhaupt nicht kümmern. Wir können sie aber fotografieren und filmen; leider schlechtes Wetter mit stürmischen Nieselregen. Es sind beeindruckend gewaltige Tiere, die wir bisher nur im Film oder ausgestopft gesehen haben.

   

  
Rückfahrt zum Motel in Pincher Creek. Wir haben viel gesehen, aber auch unter dem nassen und stürmischen Wetter gelitten...

Wir nehmen uns vor, um ca. 00:30 (8:30 deutscher Zeit) meiner Mutter zum 90ten Geburtstag zu gratulieren - und der Telefonkontakt klappt!

Sonntag, 29. September 2013

Head-Smashed-In Buffalo Jump (27.9.2013)


Freitag, 27.9.2013

Nach dem Checkout Abfahrt aus Lethbridge. Zuerst fahren wir auf dem Highway 3 nach Westen, biegen hinter Fort Macleod auf den Highway 2 nach Norden und kurz darauf auf den Highway 785 Richtung Head-Smashed-In Buffalo Jump (Route) (StreetView) 
 



Vor rund 6000 Jahren entwickelten die Indianer eine raffinierte Jagdtechnik. In Zusammenarbeit mit mehreren Stämmen versetzten sie nach gründlicher Planung Bisonherden in Panik und trieben sie auf Abgründe zu, wo die Tiere zu Tode stürzten (Wikipedia).

Archäologen entdeckten an solchen Stellen meterdicke, mit Knochen gefüllte Erdschichten. Meist starben hier wohl mehr Tiere, als die Menschen verarbeiten konnten (!).




Head-Smashed-In Buffalo Jump ist UNESCO-Weltkulturerbe. Der Name rührt daher, dass ein vorwitziger junger Indianer sich die Angelegenheit hautnah anschauen wollte. Er stand weiter unten an der Felswand, geschützt durch einen Felsüberhang. Es stürzten aber so viele Tiere hinunter, dass er trotz seiner Vorsichtsmassnahme von den Körpern an den Felsen gepresst und getötet wurde.

Im Interpretive Centre schauen wir uns zuerst einen informativen und beeindruckenden Film an, der Szenen aus dem Leben der Indianer in Zusammenhang mit dieser speziellen Jagd nachstellt. In der Ausstellung werden dann viele Details aus dem Leben der Plains Indians vorgestellt.

Draussen können wir dann den Steilhang besichtigen. Orkanartiger Wind macht diese Besichtigung nicht unbedingt zur Freude. Dennoch ist der Blick vom Felsenriff in die Weite der Prärie beeindruckend.





Hier der verzweifelte Versuch eines sturmgepeitschten Video-Schwenks:


Nach diesem spannenden (und stürmischen) Besuch trägt uns der Chevy zuverlässig weiter bis nach Pincher Creek, wo das Star-Dust-Motel auf uns wartet (Route). 


Lethbridge (25.9.und 26.9.2013)


Mittwoch, 25.9.2013

Nach  dem Frühstück bei Smittys Abfahrt aus Swift Current. Es regnet, teilweise heftig. Zuerst auf dem Highway 1 weiter Richtung Westen.

Wir biegen ab nach Maple Creek (Route). Die Strasse zum Fort Walsh ist wegen Brückenbauarbeiten gesperrt! Haben wir ein Glück... :-(




Wir fahren aber dennoch ein Stück (rund 20 km) auf dieser Strasse und besuchen eine Winzerei (!!), die mitten in der endlosen Einöde liegt. Es ist ein kleiner Betrieb, der nur wenige Weinstöcke hat. Es gibt aber auch Früchte und es werden welche dazu gekauft, um diverse interessante Fruchtweine zu machen. 






Sehr liebevoll gestalteter Garten und anheimelndes Innere; wir machen eine kleine Weinprobe und nehmen einen Imbiss zu uns. Dann geht es zurück zum Trans Canadian Highway (Route).

 
 
 



Als wir durch Medicine Hat fahren, schüttet es wie aus Kübeln. Dabei ist dieser Ort die trockenste Stadt Kanadas!

(Wir erinnern uns an Tololo, eine bekannte Sternwarte in der chilenischen Atacama-Wüste. 360 wolkenfreie Tage im Jahr; nur mit Beziehungen bekamen wir einen Termin  und an welchem der Tage besuchen die Gilleßen's die Sternwarte: richtig!)

Kurz hinter Medicine Hat biegen wir vom TCH ab auf den Highway 3. Dies soll eine landschaftlich sehr reizvolle Strecke sein. Pustekuchen! Sieht genauso aus wie sonst. Die Leute haben wohl die Sehenswürdigkeiten weg geräumt, damit sie nicht nass werden...



Also Weiterfahrt nach Lethbridge (Wikipedia) ins Howard Johnson Motel. Wenigstens hat der Regen aufgehört!






Donnerstag, 26.9.2013

In Lethbridge (Homepage) haben wir zuerst die Touristik-Info aufgesucht; sehr gute Beratung vom "Chef" persönlich.


Japanischen Garten besucht; er liegt direkt gegenüber dem Motel. Wunderschön angelegt und gepflegt.





Am Nachmittag fahren wir zum Fort "Whoop-Up" am Flussufer des Oldman-Rivers; leider schon zu! Dafür haben wir die längste und höchste in Eisen gefertigte Eisenbahnbrücke der Welt fotografiert und sind auf einen Aussichtspunkt geklettert, um das Fort von oben zu fotografieren.
  

     

Dann folgt der Besuch des Museums Galt, liebevoll gemachte Ausstellung zur Geschichte der Stadt.



 






Wir planen nun unsere weitere Route: von Lethbridge aus zum Buffalo Jump, dann zum Motel in Pincher Creek, von dort aus Tagesausflug zum Waterton Park im Süden, evtl. auch den Felsensturz beim Crownsnest Pass. Von Pincher Creek aus wollen wir dann auf dem "Cowboy-Trail" Richtung Norden zur "Bar U Ranch" fahren, so langsam Richtung Calgary, unserem Abflughafen...

Gut geplant - nun ab ins Bett!