Samstag, 5. September 2015

Die Ranch - die Pläne: Version 2

Am 25. September 2013 schrieben wir bei unserem ersten Besuch:

Sonntag, 22.9.2013
Am Vormittag zeigen uns Heike und Wolfgang mit den Kindern und Margret und Viktor Conrads Ranch.
Es war das erste Angebot, eine Farm zu übernehmen; sie haben zwar eine Art notariellen Vorvertrag, aber Conrad "kam einfach nicht in die Pötte".
Dadurch ist das Risiko einfach zu gross geworden, zumal alle Gebäude komplett baufällig sind. Der wesentliche Vorteil dieser Ranch wäre allerdings die grössere Nähe zu Assiniboia gewesen.


Kanada bzw. Saskatchewan macht es Einwanderen nicht leicht:

Als Beweis für die Finanzstärke mussten 75.000$ als Bürgschaft hinterlegt werden. Die werden aber nur dann (!) wieder frei gegeben, wenn Grund und Boden gekauft, eine Ranch soweit startfähig aufgebaut ist und die Formalitäten rund um die Einwanderung erledigt sind. Letzteres hat über 4 Jahre gedauert! Man fragt sich zu Recht: warum soooo lange?

So war es die richtige Entscheidung, die damals beschriebene Ranch zu nehmen, da deren Gebäude nutzbar waren und man ihnen einen Kaufvertrag in Aussicht stellte.

Wohnhaus der Familie 2013

Trotz notarieller Vorverträge mit Conrad: Wolfgang und Heike hätten auf Conrads Ranch wesentlich mehr finanziell investieren müssen, denn Menschen und Tiere brauchen ordentliche und winterfeste Gebäude. Vor allem das Wohnhaus: nur noch eine Ruine ohne "Innenleben".

Und wenn dann Saskatchewan nach 4 Jahren gesagt hätte: "Nein, Ihr könnt nicht bleiben!"??

Leider gab es schließlich auf der "ersten" Ranch Erbstreitigkeiten, denen unsere Kinder vernünftiger Weise aus dem Weg gingen und auf Conrads Farm zogen: Kaufvertrag adé. Hier ein 360-Grad-Panorama; die Ranch liegt allerdings gut geschützt hinter Bäumen und Gebüsch links vom Weg.

In der Zwischenzeit hatten sie nämlich auch schon die Genehmigung zum dauerhaften Aufenthalt, konnten also konkret für die weitere Zukunft planen.

Der Umzug war leider ein giganisches und außerordentlich kräftezehrendes Unterfangen. Die Familie lebt nun in zwei großen Campern auf der neuen Ranch.

Im Sommer kann noch vieles draußen stehen...

Elektrizität und Wasser sind vorhanden und die deutlich bessere Anbindung an Assiniboia macht die sonstige Versorgung leichter.

Die notariellen Verträge mit Conrad sind jetzt unter Dach und Fach, aber nun muss die Gemeinde erst einmal der Teilung des Grundstückes zustimmen. Erst dann kann die Genehmigung für ein Wohnhaus erteilt werden. Hier haben sich unsere Kinder für ein "Mobile Home" mit rund 100qm Wohnfläche entschieden, das per Tieflader (!) angeliefert wird. Es muss also nicht noch etwas gebaut werden...
 
So könnte das Mobile-Home aussehen.
Es kann durch Anbauten
genehmigungsfrei vergrößert werden.



Das ist übrigens auch mobil!
Transport? Kein Problem!
Dann müssen die anderen Autos auf dem Highway halt mal Platz machen...

Beide anstehenden behördlichen Vorgänge sind wohl nur einfache und unproblematische formale Akte; es ist aber mit bis zu 3 Monaten Laufzeit zu rechnen. - Und wir dachten, nur Deutschland ist so extrem bürokratisch...

Wir überlegen, zusammen mit Margret zu intervenieren, damit die Familie mit den 4 Kindern vor Wintereinbruch in das Haus einziehen kann. Im heftigen kanadischen Winter mit Temperaturen bis unter -40°C wäre der Aufenthalt in den beiden beengten Campern mit 6 Personen eine unzumutbare Qual.